Die Endlagersuche läuft in mehreren Phasen über viele Jahre. Hier der Überblick – und warum die Betriebsphase aus unserer Sicht zu kurz kommt.
Der Bund startet ein wissenschaftsbasiertes Verfahren, um nach geologischen Kriterien einen Endlagerstandort zu finden – ergebnisoffen und in mehreren Phasen.
Die BGE veröffentlicht den Zwischenbericht: rund 54 % der Bundesfläche gelten zunächst als grundsätzlich geeignet. Der Salzstock Bahlburg gehört zu den betrachteten Gebieten.
Erst jetzt wird die Betroffenheit der Region in der Öffentlichkeit breit bekannt – obwohl der Bericht seit Oktober 2020 vorlag.
Bürgerinnen und Bürger schließen sich zusammen, um zu informieren und den Widerstand zu organisieren.
Aus den Teilgebieten werden Regionen für die übertägige Erkundung ausgewählt. Hier entscheidet sich, ob Bahlburg weiter betrachtet wird.
Ausgewählte Regionen werden von der Oberfläche aus genauer untersucht.
Die verbliebenen Standorte werden untertägig erkundet, bevor ein Standortvorschlag erfolgt.
Der Bund will einen Standort festlegen. Erst danach folgen Genehmigung, Bau und – über Jahrzehnte – die Betriebsphase mit Anlieferung des Atommülls.
Das Standortauswahlgesetz wählt nach geologischen Kriterien aus – die Betriebsphase mit dem Transport von rund 1.900 zwischengelagerten Castoren und der jahrzehntelangen Anlieferung des Atommülls bleibt dabei weitgehend unberücksichtigt. Gerade in einer dicht besiedelten Region wie der südlichen Metropolregion Hamburg ist das eine entscheidende Lücke.
Wir fordern deshalb, das Gesetz so anzupassen, dass Transport, Sicherheit und die Betroffenheit der Menschen vor Ort von Beginn an mitgewertet werden.