Rund 54 % der Fläche der Bundesrepublik gelten zunächst als möglicherweise geeignet. Von den konkret bestimmbaren Salzstöcken sind jedoch nur sechs besser geeignet als Bahlburg – das lässt eine faktische Vorentscheidung vermuten. „Modellregion“ ist daher keine Entwarnung.
Das Gefahrenpotenzial und die wirtschaftlichen Folgen beträfen die gesamte südliche Metropolregion Hamburg – nicht nur den unmittelbaren Standort. Betroffen ist die ganze Region.
Asse und Gorleben waren ungeeignet, das bedeutet aber nicht, dass das Wirtsgestein Salz generell ungeeignet ist. In Deutschland wurde über Jahrzehnte vor allem die Salzforschung vorangetrieben – entsprechend gut ist die Datenlage für Salz.
Das Gesetz schreibt nicht vor, alle Gebiete gleich intensiv zu untersuchen. Ton- und Granitgebiete sind riesig; bis zum Zieljahr 2031 können dort kaum vergleichbare Datenmengen entstehen wie für die gut erforschten Salzstöcke.
Das Standortauswahlgesetz sagt: Die Nähe zu einer Großstadt spielt für die Auswahl keine Rolle. Auf den vermeintlichen „gesunden Menschenverstand“ kann man sich hier nicht verlassen.
Der Zwischenbericht war bereits seit Oktober 2020 bekannt – die Öffentlichkeit erfuhr erst im Juni 2021 davon. Verlassen sollten wir uns nicht allein darauf, dass andere für uns handeln.
Doch: Bürgerinnen und Bürger sind Wähler und können durch gemeinsamen, sachlichen Widerstand Kraft entwickeln und Einfluss nehmen. Genau dafür gibt es diese Initiative.